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DEUTSCHE TON- UND TONMINERALGRUPPE e.V



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Nachruf Prof. Dr. Heinrich Martin KÖSTER † 2015

Am 5. Mai 2015 verstarb Prof. Heinrich Martin Köster, emeritierter Extraordinarius für Mineralogie der TUM, Gründungsmitglied und von 1972 bis 1986 Schatzmeister der DTTG, im Alter von 86 Jahren.

Heinrich Martin Köster, am 15. März 1929 in Dortmund geboren, studierte in Göttingen zunächst Geographie, wechselte aber bald zum Mineralogiestudium bei Prof. Carl Wilhelm Correns, dem bedeutenden Sedimentpetrografen. Fünf Jahre später promovierte Köster und war anschliessend an der Universität Göttingen und verschiedenen Rohstoff- und Keramikfirmen tätig, bis er 1958 an das Institut für Angewandte Mineralogie in Regensburg ging, wo er auch habilitierte.

Seine Lehrtätigkeit an der TH München begann mit der Erteilung der Lehrbefugnis für Mineralogie im Juli 1963, 1970 wurde er zum ausserplanmässigen Professor für Mineralogie ernannt, 1979 zum Extraordinarius. Von 1978 bis 1983 leitete er kommissarisch den Lehrstuhl für Mineralogie.

Seine Forschungsfelder reichten von der Entstehung der nordbayerischen Kaolin- und der niederbayerischen Bentonit-Lagerstätten bis zur chemischen und mineralogischen Charakterisierung der kretazischen Glaukonite. Er entwickelte aber auch neue methodische Ansätze zur Berechnung der Tonmineralformeln, der Aufbereitung und Abtrennung von Kolloidphasen, der Spurenelementanalyse von silikatischen Gesteinen, und der Sichtbarmachung von Wechsellagerungsmineralen im Transmissionselektronenmikroskop. Mehrere Standardwerke und zahlreiche weitere Publikationen spiegeln sein fundiertes Wissen wider. Eine Vielzahl von Diplom- und Doktorarbeiten entstand unter seiner Betreuung. Seine Ton-Sammlung stiftete Köster nach seiner Emeritierung 1994 der TUM.

Wir verlieren mit Prof. Heinrich Köster einen bedeutenden deutschen Tonmineralogen des 20. Jahrhunderts, einen geschätzten und beliebten ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten, einen ausgezeichneten Hochschullehrer, einen fördernden wie fordernden Diplom- und Doktorvater.

H. Albert Gilg, Gerhard Lehrberger


Euroclay 2015

Vom 5. bis 10. Juli findet im schönen Edinburgh in Schottland die diesjährige Euroclay als gemeinsame Konferenz mit der Jahrestagung der CMS statt. Neben den Sessions sind 5 Exkursionen, ein Workshop und ein Shortcourse geplant. Das Programm ist jetzt auf der Konferenzhomepage aufgeschaltet.
Mitglieder der DTTG sind aktiv in der Vorbereitung und Durchführung der Sessions involviert:
    Reiner Dohrmann et al.: Workshop am Sonntag 5.7. sowie eine "follow-up" Session am 6.7.: Filling the gaps – from microscopic pore structures to transport properties in shales.

    Michael Plötze, Reinhard Kleeberg et al. am Dienstag 6.7. Session: Developments and applications of quantitative analysis to clay-bearing materials.
    Hier gibt es eine Besonderheit, am Nachmittag wird als "Reynolds Cup School" eine Serie von "How-to"-Vorträgen zur quantitativen Phasenanalyse von Tonen gegeben.

    Rafael Ferreiro Mählmann und H. Albert Gilg organisieren ebenfalls am 6.7. das 3. Frey-Kübler Symposium.

    Stephan Kaufhold et al. am Donnerstag 8.7. Session: Bentonites: linking clay science with technology.
Bisher gibt es ca. 450 Anmeldungen. Deadline für die Registrierung ist der 1. Juni!


DTTG Workshop 2015

Vom 9. bis 13. März 2015 fand in Karlsruhe am KIT Campus Nord der nunmehr 6. internationale DTTG-Workshop "Qualitative und quantitative Analyse von Tonen und Tonmineralen" statt. Im Workshop behandelte Themen waren u.a. verschiedene Aspekte der XRD-Analyse von Tonen incl. der quantitativen Phasenbestimmung mittels Rietveldanalyse, physikochemische Eigenschaften von Tonmineralen (KAK, Ladung, Oberfläche, Porosität), thermische Analyse, Aspekte der Sorption und Oberflächencharakterisierung sowie der Elektronenmikroskopie.
Der Workshop wurde von den Teilnehmern aus Belgien, Deutschland, Italien, der Schweiz und der USA als hervorragend organisiert, sehr lehrreich und inspirierend eingeschätzt.
Der nächste Workshop findet 2017 an der Universität Greifswald statt. Die begrenzten Plätze werden wieder sehr begehrt sein!
Photo Participants


7th MID-EUROPEAN CLAY CONFERENCE, 16.-19. Sept. in Dresden-Radebeul

Tagungsbericht
Die Tonforschung stellt ein thematisch spezialisiertes Fachgebiet dar, das sowohl für Geologen und Mineralogen als auch für Bodenkundler, Chemiker, Bauingenieure und Verfahrenstechniker von Interesse und Bedeutung ist. Deshalb gibt es welt- und europaweit organisierte spezialisierte Fachkonferenzen und die entsprechenden Organisationen wie die AIPEA und ECGA. Dagegen sind viele national organisierte Vereinigungen meist zu klein, um eigene Jahrestagungen effektiv zu organisieren. Aus diesem Grund führt eine Gruppe von mittel- und osteuropäischen "Tongesellschaften" seit 2001 drei- bzw. zweijährig gemeinsame Jahrestagungen unter dem Namen "Mid-European Clay Conference" durch. Seit 2008 gehört die DTTG offiziell zu den Mitgliedsgesellschaften der Mid-European Clay Conference. In diesem Jahr war nun die DTTG mit der Ausrichtung an der Reihe.
Wohl auch bedingt durch den attraktiven Tagungsort Dresden-Radebeul wurde mit 274 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung erreicht. Die Teilnahme von Fachkollegen aus insgesamt 38 (!) Ländern zeigt deutlich, dass das Interesse weit über die 6 beteiligten nationalen Gesellschaften hinaus ging und die Grössenordnung von Euroclay- und ICC-Veranstaltungen erreicht wurde. Aus den DTTG-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen mehr als 80 Teilnehmer, davon waren nur knapp die Hälfte DTTG-Mitglieder. Insgesamt 230 Beiträge, davon 5 Plenarvorträge, 6 Hauptvorträge, 129 reguläre Vorträge sowie 90 Poster ergaben ein qualitativ hochwertiges und intensives Programm, das die drei Tage in drei parallelen Sitzungen vollständig ausfüllte.
Inhaltlich wurde das Programm in 11 Themenblöcke gegliedert. Das Themenspektrum umfasste die Rolle von Tonmineralen und Tongesteinen in der Geotechnik, bei der Gewinnung von Kohlenwasserstoffen, der CO2-Speicherung, der Endlagerung von radioaktiven Abfällen und anderen industriellen Anwendungen genauso wie die klassischen Gebiete der Bodenmineralogie, Kristallographie, Diagenese und Metamorphose sowie der Oberflächeneigenschaften und neue Entwicklungen der Analytik von Tonen und Tonmineralen. Auf der Tagung wurden 59 von Studenten präsentierte Beiträge einer Evaluation durch jeweils bis zu 5 Gutachter unterzogen und die jeweils drei besten Poster und Vorträge mit einer Trophäe und einer Urkunde ausgezeichnet.
Die DTTG nutzte die Gelegenheit, den neu eingeführten Gerhard-Lagaly-Preis für Wissenschaftler im "mittleren" Alter von 40-55 Jahren auf dem Gebiet der Tonforschung erstmalig und in breiter Öffentlichkeit zu verleihen. Der Preis ging an Dr. Juraj Bujdák von der Comenius-Universität in Bratislava, der einen faszinierenden Plenarvortrag über die Wechselwirkung von Tonmineralen und Farbstoffen und mögliche Anwendungen präsentierte. Die CMG der Mineralogical Society of Great Britain and Ireland (UK) stiftete ihre diesjährige "Clay Minerals Group Lecture" zur Präsentation auf der MECC. Den Vortrag hielt Mark Wilkinson, University of Edinburgh.
Das Tagungsprogramm wurde von vier Exkursionen begleitet. Albert Gilg von der TU München führte eine dreitägige Bus-Transfer-Exkursion von München nach Radebeul und zurück, die eine Vielzahl von Ton- Kaolin- und Bentonitlagerstätten und andere Aufschlüsse in Bayern besuchte. Drei weitere Tagesexkursionen führten am 16.09. zu den Kaolin- und Tonlagerstätten im klassischen Meissen-Löthainer Revier (Reinhard Kleeberg/Freiberg und Jan-Michael Lange/Dresden), zur Ton- und Kaolinindustrie in die Lausitz (Ralf Diedel/Höhr-Grenzhausen und Katrin Kleeberg/Freiberg) und zu mineralogischen und montanhistorischen Sehenswürdigkeiten in Freiberg (Andreas Massanek/Freiberg). Alle Exkursionen wurden durch die Teilnehmer sehr gut angenommen und waren nahezu ausgebucht.
Eine Tagung dieser Grössenordnung ist für eine Vereinigung wie die DTTG ohne professionelle Unterstützung kaum zu organisieren. Vielen Dank an die Firma Conventus/Jena und die Belegschaft des Radisson Blu Parkhotels in Radebeul für die Organisation eines reibungslosen technischen Ablaufs. Während und nach der Tagung erreichten uns viele und durchweg positive Reaktionen der Teilnehmer, was natürlich immer ein gutes Gefühl für die Organisatoren ist. Besonders freut uns, dass die Tagung einen starken "familiären Charakter" hatte.

Die nächste MECC wird in zwei Jahren in Kosice/Slovakei stattfinden.

Das Organisationsteam der DTTG möchte sich hier nochmals bei den Teilnehmern für das grosse Interesse, bei den Sponsoren, insbesondere der Deutschen Forschungsgemeinschaft, für die grosszügige Unterstützung und bei allen am Programm beteiligten Fachkollegen für die hervorragende Mitarbeit bedanken.

Reinhard Kleeberg, TU Bergakademie Freiberg

Fotos Exkursionen
Fotos Konferenz
Fotos Preisverleihungen


Mitgliederversammlung der DTTG 2014 anlässlich der 7. MECC in Dresden-Radebeul

Die Mitgliederversammlung fand am 18. September statt. Auf der Tagesordnung standen u.a. solche Punkte, wie die Annahme einer neuen Satzung sowie die Neuwahl des Vorstandes. Die Tatsache, dass der gesamte Vorstand nach 8 (Stanjek) bzw. 10 Jahren (Plötze, Dohrmann) sich nicht erneut zur Wahl gestellt hat, wurde vom Vorsitzenden als Gelegenheit genutzt, nicht nur über den Zeitraum des letzten Jahres zu berichten, sondern ein Resümee über die gesamte Amtszeit zu ziehen. Zusammenfassend stellt H. Stanjek fest, dass es dem scheidenden Vorstand sehr gut gelungen ist, die DTTG durch turbulente und nicht einfache Zeiten zu führen und mit der Aufnahme in die MECC eine "neue Heimat" zu geben.
Die neue Satzung, welche u.a. einen rolierenden Modus für die Präsidentschaft einführt, wird von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen.
Nach Annahme der Satzung wurde entsprechend dieser ein neuer Vorstand gewählt. Neue Präsidentin der DTTG ist Dr. Katja Emmerich (KIT Karlsruhe). Wir wünschen ihr und dem gesamten neuen Vorstand (siehe Organisation) eine glückliche Hand beim weiteren Ausbau der DTTG.

Weitere Details und das Protokoll sind im Mitgliederbereich zu finden.


REYNOLDS-CUP 2014
Der 7. Reynolds-Cup 2014 ist abgeschlossen. Die Gewinner wurden zur 51. Jahrestagung der CMS bekanntgegeben.

Den ersten Platz belegten Reinhard Kleeberg, Ulf Kempe (TU Bergakademie Freiberg) & Robert Möckel (Helmholtz Institut Freiberg). Damit ist Reinhard Kleeberg auch der erste, der seinen Sieg im Reynoldscup wiederholen konnte. Den zweiten Platz belegte die Gruppe von Steve Hillier (The James Hutton Institute, Aberdeen). Den dritten Platz teilen sich zwei Gruppen: Kristian Ufer, Stephan Kaufhold und Reiner Dohrmann (BGR, LBEG Hannover) sowie Jan Dietel und Jasmaria Wojatschke (Uni Greifswald). Sehr knapp am Podest vorbei und deshalb eine Erwähnung wert ist die Platzierung zweier weiterer Gruppen in der DTTG: Katja Emmerich und Annett Steudel vom KIT in Karlsruhe sowie Rieko Adriaens und Gilles Mertens (KULeuven und Qmineral Consulting, Belgien).
Allen Gewinnern und Topplatzierten herzlichen Glückwunsch für diese Klasseleistung!

Der diesjährige Reynoldscup ist mit fünf Platzierungen unter den ersten Vier der bisher erfolgreichste für die DTTG!

Die DTTG stellt mit bisher 12 Platzierungen unter den ersten drei sowie weiteren unter den ersten 10 die erfolgreichste Teilnehmergruppe!
2002: erster und zweiter Platz (Reinhard Kleeberg, TU Bergakademie Freiberg bzw. Reiner Dohrmann, NLfB, BGR Hannover)
2004: dritter Platz (Michael Plötze, ETH Zurich)
2006: dritter Platz (Reinhard Kleeberg, TU Bergakademie Freiberg)
2008: zweiter Platz und dritter Platz (Reinhard Kleeberg & Kristian Ufer, TU Bergakademie Freiberg bzw. Katja Emmerich & Annett Steudel, KIT Karlsruhe).
2010: dritter Platz (Reinhard Kleeberg & Kristian Ufer, TU Bergakademie Freiberg).
2012: erster Platz (Michael Plötze, ETH Zürich) und dritter Platz (Reinhard Kleeberg, TU Bergakademie Freiberg & Robert Möckel, Helmholtz Institut Freiberg).
2014: erster Platz (Reinhard Kleeberg, Ulf Kempe, TU Bergakademie Freiberg & Robert Möckel, Helmholtz Institut Freiberg) sowie zwei dritte Plätze (Kristian Ufer, Stephan Kaufhold und Reiner Dohrmann, BGR, LBEG Hannover sowie Jan Dietel und Jasmaria Wojatschke, Uni Greifswald).

Details zum Reynolds-Cup selbst sowie zu früheren Preisträgern sind hier zu finden.

(Ton)mineralogischer Stellenmarkt

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24.Jun2015
Die Stephan Schmidt KG sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Leiter Forschung & Entwicklung. Nähere Informationen sind hier zu finden.
update: 24.6.2015
Web-Moderator M. Plötze